Funktionsweise der HEATPIPE

Wie funktioniert die HEATPIPE?

Grundsätzlich ist die HEATPIPE ein starres Heizelement, das prinzipiell ähnlich wie ein Durchlauferhitzer funktionert. Das Gerät ist eigentlich eher ein Heizrohr als ein Heizstab, wobei das Wärmemedium das Gerät durchfliesst und mit dem eigentlich heizenden Element nicht in Berührung kommt. 

Die HEATPIPE ist für Trink- und Heizwasserkreisläufe geeignet, da alle Wasserführenden Teile aus DVGW-konformem Kupfer bestehen.  

Der Einbau ist denkbar einfach, da die HEATPIPE einfach ein Stück Rohrleitung ersetzt und in eine Zirkulationsleitung eingebaut wird. Zum reibungslosen Betrieb muss die Zirkulation allerdings immer laufen. 

Das durchfliessende Medium wird mit entweder 700 oder 1400 Watt erwärmt solange das Gerät eingeschaltet ist. Einmal eingeschaltet wird kontinuierlich geheizt, wobei die HEATPIPE bei Erreichen der Maximaltemperatur von Wärmemedium (ca. 75 °C) oder Heizelement automatisch abschaltet und nach Abkühlung wieder einschaltet. 

Einbauschema (Beispiele)

"Klassischer" Einbaufall

Einfache Montage in vorhandener Zirkulationsleitung. Die HEATPIPE wird in den Rücklauf der (Trinkwasser-)Zirkulation vor die Pumpe zum Speicher verbaut.

Einbaufall mit Bypass der Zirkulation

Herstellung eines Bypasses in der Zirkulation (z.B. bei schwierigen räumlichen Einbauorten)

Bitte beachten Sie, dass es sich bei den hier vorgestellten Schemata um Einbaubeispiele handelt. Ein konkreter Einbaufall sollte vor Montage immer mit einem entsprechenden Fachhandwerker abgestimmt werden.  

Effizienz durch Langzeitwirkung

Warum "nur so wenig" Leistung?

Die HEATPIPE ist für lange Laufzeiten und Wirkung über Zeit konzipiert. Sie soll genau dann den eigenen PV-Strom verbrauchen und ihn in Wärme umwandeln, wenn Überschüsse verfügbar sind: tagsüber wenn sie Sonne scheint.  

Hier entstehen meist Überschüsse, die nicht selbst verbraucht werden können und dann zu schlechten Konditionen eingespeist werden. Gleichzeitig werden in Haushalten mit konventionellen Heizungen Brennstoffe verbraucht um warmes Wasser zu erzeugen. 

Das Ziel ist also, mehr PV-Strom selbst zu verbrauchen und gleichzeitig Energiekosten einzusparen. Die HEATPIPE erwärmt mit bis zu 1400 W das Wasser, welches dann im vorhandenen Warmwasserspeicher für die spätere Nutzung vorgehalten wird. Das Auf- oder Nachheizen des konventionellen Wärmeerzeugers wird verringert oder ganz verhindert.

Die „alte“ Heizung wird quasi Hybrid. Ohne Austausch eines Speichers oder anderer teurer Komponenten.  

Simples Prinzip, smarte Integration

Einfache Schaltung oder smarte Überschusssteuerung?

Der Einbau der HEATPIPE ist sehr simpel. Wie Sie das Gerät verwenden möchten, hängt davon ab wie smart Sie es in ihre Anlage integrieren möchten und welche Möglichkeiten Ihre PV-Steuerkomponenten oder Smart-Home Geräte schon mitbringen.  

Grundsätzlich funktioniert das Gerät direkt nach dem Einstecken. Die simpelste Steuerung kann aber beispielweise schon über die Verwendung einer Zeitschaltuhr abgebildet werden. 

Um aber gezielt PV-Überschüsse zu nutzen, empfiehlt sich die Steuerung über ein Relais oder eine schaltbare Steckdose. Viele Wechselrichter haben von Haus aus die Möglichkeit, bestimmte Schnittstellen automatisiert schaltbar zu machen. Es gibt aber auch Produkte die diesen Part übernehmen, wie z.B. das Shelly Pro 3EM Energiemessgerät in Verbindung mit einem Shelly Plus Plug S. 

Diese Lösung lässt sich ganz individuell auf Ihre Anlagenkonfiguration und Anforderungen programmieren. Sie ermöglicht nicht nur eine eine automatische Schaltung wenn Überschussstrom vorhanden ist, sondern auch ganz individuelle Bedingungen, Zeiten, Daten und mehr.

Mit dem Shelly Pro 3EM wird fast jede PV-Anlage automatisiert smart schaltbar. Allerdings muss der Einbau im Zählerschrank und durch einen Elektriker erfolgen.