FAQ

Die häufigsten Fragen zur HEATPIPE

Was ist die HEATPIPE genau?

Die HEATPIPE ist ein elektrisch betriebenes, wasserdurchströmtes Heizrohr (0,7 kW oder 1,4 kW), das fest in einen geschlossenen Heiz- oder Trinkwasserkreislauf integriert wird. Sie ersetzt ein Stück Rohrleitung (22 mm Anschluss) und erwärmt das durchströmende Medium bis maximal 75 °C. Danach schaltet sie automatisch ab.

Die HEATPIPE eignet sich für alle konventionellen Heizungssysteme bei denen Brennstoffe zum Einsatz kommen. Sie kann z.B. Gasheizungen, Ölheizungen oder Pelletheizungen unterstützen. 

Darüber hinaus kann sie auch zur Ergänzung von Fernwärmestationen oder anderen Systemen mit Warmwasser und/oder Pufferspeicher verwendet werden. 

Voraussetzung ist ein geschlossener Kreislauf in dem Zirkulation möglich ist. 

Nein.

Die HEATPIPE wird in den bestehenden Rücklauf integriert. Speicher, Wärmeerzeuger und Heizsystem bleiben unverändert. Es ist kein Austausch von Komponenten erforderlich.

Idealerweise im Rücklauf eines Warmwasser-Kreises vor dem Speicher.

Sie kann waagerecht oder senkrecht installiert werden. Der Einbau erfolgt fest in die Rohrleitung unter Beachtung der Flussrichtung.

Ja.

Maßgeblich ist, ob regelmäßig über einen gewissen Zeitraum ein Überschuss vorhanden ist. Die 700-W-Variante kann auch schon bei kleineren PV-Anlagen (z.B. 5kWp) sinnvoll sein, da sie auch bei moderatem Überschuss kontinuierlich Wärme erzeugen kann. 

Ausschlaggebend ist nicht die Größe der Anlage, sondern ob die Anlage regelmäßigen Überschuss erzeugt. 

Grundsätzlich kann die HEATPIPE über jede normale 230-V-Steckdose betrieben werden – unabhängig davon woher der Strom kommt.

Wirtschaftlich sinnvoll ist der Einsatz jedoch insbesondere bei Nutzung von selbst erzeugtem PV-Strom oder bei besonders günstigem Stromtarif.

Ganz allgemein funktioniert die HEATPIPE sofort nach dem Einstecken. 

Für eine optimierte Nutzung von PV-Überschuss empfiehlt sich die Kombination mit einer schaltbaren Steckdose. 

Die simpelste Lösung ist eine Zeitschaltuhr. Wer automatisch Überschüsse nutzen möchte, kann z.B. auf smarte Lösungen wie dem Shelly Pro 3EM und dem passenden Smart Plug zurückgreifen. Viele PV-Hersteller bieten auch schon solche Lösungen in ihrem Wechselrichter an.  

Insofern hängt die Steuerung davon ab, welche Komponenten man hat und wie automatisiert man das Gerät schalten möchte. 

Die HEATPIPE erhöht den Eigenverbrauch der PV-Anlage und reduziert die Laufzeit  des vorhandenen (fossilen) Wärmeerzeugers – insbesondere in den Sommermonaten. Das Sparpotenzial liegt insofern bei den Wärmeerzeugungskosten der Heizungsanlage (z.B. Brennstoffe), die man verbraucht obwohl die Sonne scheint. 

Die konkrete Einsparung hängt von folgenden Faktoren ab:

  • Höhe des regelmäßigen Stromüberschusses
  • Laufzeit der HEATPIPE
  • Größe des Trinkwasser- / Pufferspeichers
  • Nutzungsverhalten Warmwasser
  • Brennstoffverbrauch/ Wärmeerzeugungskosten

Wie viel Wasser die HEATPIPE genau in einer Stunde erhitzt hängt von einer Vielzahl an Faktoren ab:

  • Wärmeverluste an Rohrleitungen, Speicher und Armaturen

  • tatsächliche Temperatur des Mediums

  • Durchflussmenge bzw. Zirkulation

  • Speichergröße

  • Umgebungstemperatur

  • Laufzeit

Beispielweise kann eine HEATPIPE mit 1,4 kW kann einen 200-Liter-Warmwasserspeicher – je nach Ausgangstemperatur und Systembedingungen – in etwa 2 bis 4 Stunden um 10-20°C nachheizen.

Die maximale Mediumtemperatur beträgt ca. 75 °C. Bei Erreichen dieser Temperatur schaltet das Gerät automatisch ab.

Das Gerät kann, je nach Einbauort und Einbaufall auch eher abschalten, da nicht nur die Mediumstemperatur, sondern auch das Heizelement mit einer Sicherheitsabschaltung ausgestattet ist. 

Ja.

Die HEATPIPE kann in Trinkwasserleitungen eingesetzt werden, da nur zugelassene Rohrmaterialien und Formteile verwendet werden.

Die HEATPIPE ist nicht geeignet für solche Systeme, die zur Wärmeerzeugung bereits hauptsächlich Strom einsetzen. Technisch kann sie eingesetzt werden, wirtschaftlich dürfte das aber kaum sinnvoll sein. 

Darüber hinaus sollte sie nicht eingesetzt werden in:

  • Direkt angeschlossene Entnahmestellen (Verbrühungsgefahr)
  • Anlagen ohne Zirkulation

  • Außenbereiche oder frostgefährdete Räume

Bei der HEATPIPE ist keine Wartung erforderlich.

Der Verbrauch hängt von der HEATPIPE-Variante ab und beträgt entweder ca. 700 W (ca. 3 A) oder ca. 1.400 W (ca. 6 A). 

Der Verbrauch über Zeit richtet sich nach der tatsächlichen Laufzeit und der Temperatur im System.

Ja.

Für private Haushalte beträgt die übliche Herstellergarantiezeit 24 Monate.

Im gewerblichen Einsatz 12 Monate.

Damit die HEATPIPE ihre Wirkung entfalten kann, sollte die Zirkulation während des Betriebs immer gegeben sein. Die HEATPIPE schaltet bei einer Mediumstemperatur von 75 °C automatisch ab.

Ja. Die HEATPIPE kann sowohl senkrecht als auch waagerecht montiert werden. Bei waagerechter Montage kann es je nach Einbaufall sinnvoll sein eine zusätzliche Entlüftungsmöglichkeit vorzusehen um jederzeit einen Störungsfreien Betrieb zu gewährleisten. 

Die HEATPIPE ist ca. 70 cm lang und hat einen Durchmesser von 14 cm. Mit der kompakten Bauform kann sie auch schon auf kleinem Raum montiert werden. 

Nein.

Die maximale Leistung der HEATPIPE hängt von der gewählten Variante ab und beträgt entweder 700 oder 1400 Watt.

Um die HEATPIPE automatisiert nutzbar zu machen empfehlen wir die Verwendung von einem Shelly Pro 3EM in Verbindung mit einem Shelly Plus Plug S. Diese Komponenten lassen sich komplett individuell konfigurieren und unabhängig vom Hersteller des PV-Systems integrieren. 

Grundsätzlich hängt die rechnerische Effizienz der HEATPIPE von den individuellen Leistungsdaten und Nutzung der jeweiligen Anlage ab, in der sie installiert wird.

Die Effizienz der HEATPIPE ergibt sich aus der Langzeitwirkung, da kontinuierlich über den Tag auch schon geringe Überschüsse in Wärme umgewandelt werden. Durch die Vorhaltung von Wärme können Verbrauchsspitzen für die Warmwasserbereitung abgefangen werden, während gleichzeitig Überschüsse genutzt werden. Statt teurem Brennstoff wird kostenloser Strom verbraucht.  

Die HEATPIPE ist nicht als Ersatz für eine konventionelle Heizung geeignet, da ihre maximale Heizleistung von 1,4 kW hierzu in der Regel nicht ausreicht.

Theoretisch kann die HEATPIPE im Dauerbetrieb verwendet werden. Empfehlenswert ist dies jedoch nicht, da üblicherweise nicht zu jeder Zeit solare Überschüsse in einem Haushalt verfügbar sind. Das Sparpotenzial ergibt sich aus der gezielten Verwendung von zu viel erzeugtem Strom aus der eigenen PV-Anlage.